Liliana Merizalde

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Liliana Merizalde

Innere Verwerfungen

Innere Verwerfungen

(See english version below)


Innere Verwerfungen ist ein Projekt, das in Zusammenarbeit mit indigenen Frauen aus verschiedenen Kommunen und ethnischen Gruppen im Departamento del Vaupés, im kolumbianischen Amazonasgebiet, entstand. Nach intensivem Kontakt zu einer jeden von ihnen habe ich ihre Lebensgeschichten als Ausgangspunkt genommen, um für jede einzelne eine andere „Prothese“ zusammenzustellen, die ihre jeweiligen Körper oder Teile derer ausdehnt, begrenzt, abdeckt, umreißt oder hervorhebt. Auf diese Weise werden Objekte in Symbole des Schmerzes und des Verlustes sowie in materielle Manifestationen ihres Leidens, aber auch ihrer Stärke verwandelt. Sie sind Frauen, die aus unterschiedlichen Gründen ein hartes und entbehrungsreiches Leben geführt haben, unter anderem aufgrund der Entfremdung von ihren Traditionen, der Vertreibung aus ihrem Gebiet und der Erfahrung von Gewalt. Dazu kommen die Nöte des alltäglichen (Über-)Lebens, und doch ist es ihnen gelungen, diese Situationen in Saatkörner der Neuerfindung und -Orientierung zu verwandeln. Es ist eine Konversation zwischen Körper, Umwelt, Territorium und Identität sowie dem sozialen und politischen Kontext durch Schaffung einer Konstruktion von Identität und des Selbstbildes.

 

Das Wort Prothese wird üblicherweise im medizinischen Kontext verwendet. Es bezeichnet ein künstliches Hilfsmittel, das an oder in den Körper eines Lebewesens implantiert wird und fehlende Teile, Organe und Gliedmaßen, ersetzt. Es ist jedoch möglich, dieses Konzept auch in einem künstlerischen Kontext zu begreifen, da wir manchmal etwas benötigen, das nicht physisch oder materiell ersetzbar ist, und die dargestellten Objekte symbolisieren eben diese andere Art von Notwendigkeiten.

 

Die Prothesen wurden in Mitú und Umgebung hergestellt, in verschiedenen Kommunen entlang des Vaupés-Flusses, wo die Fotografien entstanden sind. Die verwendeten Materialien sind größtenteils organisch und stammen aus der genannten Region. Die Konstruktion und Entwicklung der Prothesen erfolgte mit Hilfe der Künstlerin und Industriedesignerin Cristina Borda. Donal Edward Arango, ein lokaler Künstler, hat an der Produktion und am künstlerischen Teil des Projektes mitgewirkt.

Biographie


Ich bin eine kolumbianische Dokumentarfotografin und Bildende Künstlerin aus Bogotá. Ich interessiere mich für Identitäts-, Erinnerungs- und territoriale Schwierigkeiten und Probleme, zumeist in Verbindung mit Frauen und der ihnen eigenen Stärke und Kraft.


Ich habe an Kollektiv- und Einzelausstellungen in Kolumbien, Peru, Spanien und den USA mitgewirkt. Kürzlich wurde ich für die Präsentation meiner Arbeit in der Fast Forward Conversation of Women in Photo ausgewählt, sowie für die Projections-Ausstellung des Month of Photography in Los Angeles.

Ebenso publizierte ich für 20 Photographers 2018, unterstützt von National Geographic, Sony und anderen. Zudem war ich eine der Finalistinnen des International Women Photography Award 2018. Ich bin Teil von Women Photograph und Native Foundation. Meine Arbeiten wurden u.a. in Americas Quarterly, Foto Femme United, New York Times, Fotoféminas und Fotomeraki publiziert.



www.lilianamerizalde.com

Inner Disruptions


Inner Disruptions is a project with indigenous women from different communities and ethnic groups from Vaupés in Colombia's amazon.

After a close encounter with each one of them I took their life’s stories as a starting point in order to put together in each case a different prosthesis which extends, limits, covers, outlines or highlights their bodies or one of its parts.

Thus transforming objects into symbols of pain or loss and into material manifestations of their suffering and strength. They are women who have led strenuous lives for different reasons, among which the estrangement of their traditions, displacement from their territories, violence caused by armed groups and different forms of everyday hardship, and who have transformed such situations into seeds of reinvention.

A conversation between the body, the environment, the territory, the identity, social and political context through self construction.




The word prosthesis is usually used in the medical context. It is seen as an artificial device placed or implanted in the body of a living being to replace other part, organ or limb. However, it is possible to understand this concept in other contexts such as the artistic one, as sometimes what we need is not physical or material and these objects can also symbolize or replace other kind of necessities.




The prostheses were built in Mitú and thereabouts, in different communities along the Vaupés River, where the pictures were taken. The materials used were mostly organic or found exclusively in the region. The construction and development of the prostheses was carried out with the help of artist and industrial designer Cristina Borda. Donal Edward Arango, a local artist, collaborated with the project’s production and art.

Biography


I am a colombian documentary photographer and visual artist based in Bogotá. I'm interested in identity, memory and territory issues generally linked to women and their strength


I have participated in collective and solo exhibitions in Colombia, Peru, Spain and the United States. Recently I was selected for Fast Forward Conversation of Women in Photo, Projections official exhibition of Month of Photography L.A.

Selected for 20 Fotógrafos 2018, sponsored by National Geographic, Sony, and others, and finalist in International Women Photography Award 2018. I am part of Women Photograph and Native Foundation. My works have been published e.g. in Americas Quarterly, New York Times, Fotoféminas and Fotomeraki.

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